­Jahresrückblick 2025: Zwischen Abschied und Aufbruch

Inhalte

Mein Jahr 2025 in Fakten

Abschlüsse & Zertifikate:

  • Lexware Office Zertifikat (März)
  • Hypnose Master Ausbildung abgeschlossen (August)

Abschiede:

  • Mom (August 2024) – erstes Jahr ohne sie
  • Dad (6. Mai 2025)
  • Eric zieht aus (1. November 2025)

Reise-Highlight:

  • Irland: Skellig’s Six18 Destillerie & Molly’s Cottage im Black Valley

Beruflich:

  • Teilzeitstelle als Online-Dozentin (ab Juli)
  • 4 Veröffentlichungen in Online-Magazinen (Oktober)

Persönlicher Meilenstein:

  • Eigenes Büro seit November – endlich Raum zum Arbeiten

Größte Erkenntnis:

  • „Frauen helfen Frauen“ ist oft nur ein Lippenbekenntnis
  • Mental Load Ü50 – davon spricht niemand
  • #REALFEMALEEMPOWERMENT bedeutet: ehrlich sein, auch wenn’s unbequem ist

Mein Fokus 2026:

  • STABILITÄT in allen Bereichen

 

Ein Jahr, das mich geformt hat

2025 war kein leichtes Jahr. Es war ein Jahr voller Abschiede, Enttäuschungen und Erkenntnisse. Aber es war auch ein ehrliches Jahr, eines, das mir ohne Beschönigung gezeigt hat, was nicht mehr funktioniert und was sich dringend verändern darf.

Im Rahmen meines Jahresrückblog 2025 möchte ich die wichtigsten Momente und Lektionen dieses Jahres festhalten.

Ich sitze hier am 31. Dezember 2025 und will einfach nur, dass dieses Jahr vorbei ist.

Nicht, weil nichts Gutes passiert ist. Sondern weil 2025 mich bis an meine Grenzen gebracht hat: emotional, beruflich, finanziell. Weil ich endlich auch an mich und meine Bedürfnisse denken will. Weil ich fertig bin mit 2025.

Lass mich dich mitnehmen durch mein Jahr. Chronologisch. Ehrlich. Ohne Filter.

Denn genau das ist #REALFEMALEEMPOWERMENT: Nicht so zu tun, als wäre alles immer perfekt. Sondern zu zeigen, was wirklich ist. Mit allen Höhen und Tiefen.


Worauf ich 2025 stolz bin

Bevor ich in die Monate eintauche, will ich eins vorwegschicken: Ich habe zu keinem Zeitpunkt aufgegeben.

Nicht, als das Business schlecht lief. Nicht, als beide Elternteile starben. Nicht, als die Enttäuschungen kamen.

Ich glaube an mich. An mein Business. An meinen Erfolg.

Was mich 2025 besonders stolz macht:

1. Ich durfte mit wunderbaren Klientinnen arbeiten. Anfang des Jahres mit einer, die mich in einen ganz neuen Bereich geführt hat. Im Oktober mit einer anderen, deren Thema etwas ganz Besonderes war. Diese Momente zeigen mir: Mein Business läuft vielleicht nicht in der Masse, aber in der Qualität. Und das ist das, was zählt.

2. Ich habe 52 Frauen vorgestellt. Ein ganzes Jahr lang. Jeden Freitag. „Starke Frauen“ war mein Projekt, mein Baby. Und ich habe es komplett durchgezogen. Das zeigt: Ich meine es ernst mit dem, was ich sage.

3. Ich bin Teil eines Buches. „Frauen fit und fähig – Wir haben über 50″ ist im Oktober erschienen. Mit meinem Beitrag. Ein Zeichen: Meine Arbeit wird gesehen.

4. Ich darf junge Menschen fördern. Mein ehrenamtlicher Workshop am Gymnasium Buxtehude zum Thema Prüfungsangst und EFT ist ein Herzensprojekt. Es zeigt mir: Ich kann etwas weitergeben. Ich kann Generationen verbinden.

5. Seit November habe ich mein eigenes Büro. Erics ehemaliges Zimmer ist jetzt mein Arbeitsbereich. Ein Raum, nur für mich. Wo ich in Ruhe arbeiten kann. Wo ich denken kann. Wo ich diesen Blog hier schreibe, ohne Ablenkung, ohne Unterbrechung.

Das klingt vielleicht klein. Aber für mich ist es riesig. Ein eigener Raum. Ein professioneller Arbeitsplatz. Ein Zeichen dafür, dass ich das hier ernst nehme.

Und dass ich weitermache. Egal was kommt.


Januar 2025: Das Jahr beginnt zu dritt, aber mit einer Lücke

Wir haben Silvester zu dritt mit Raclette gefeiert. Ganz ruhig und erstmal entspannt. Aber da war diese stille Wehmut, die sich nicht leugnen ließ: Es war das erste Neujahr ohne meine Mutter, die im August 2024 verstorben war. Mein Vater hat das Jahr 2025 alleine gestartet, eine Realität, die mir schwerer fiel, als ich zugeben wollte. Er wollte nicht mit uns feiern. Also kein Anruf um Mitternacht, um beiden ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr zu wünschen.

Am 26. Januar haben wir uns mit Freunden im Brisant in Königslutter getroffen, unser jährlicher Neujahrsbrunch, eine Tradition seit über 30 Jahren. Solche Rituale tragen. Gerade in Jahren, die schwer beginnen. Vor allem seitdem wir aus der Braunschweiger Region weggezogen sind. Seitdem wechseln wir uns ab. Einmal fahren wir runter und im nächsten Jahr kommen unsere Freunde uns im Norden besuchen. in 2026 brunchen wir in Buxtehude.


Februar 2025: Stress, Wut und ein besonderes Geschenk

Der Februar war geprägt von massivem Stress mit der Pflegeunterkunft meines Vaters. Ich habe mich intensiv mit Pflegeangeboten auseinandergesetzt und musste immer wieder erkennen: Was meinem Vater widerfuhr, hatte nichts mit Pflege zu tun.

Ich war jeden Tag da. Mein Business? Lief nebenher. Aufträge? Weniger. Aber mein Vater brauchte mich.

Trotzdem gab es Lichtblicke:

Am 15. Februar haben wir als Familie einen Ausflug zur Hansegolfmesse in Hamburg gemacht. Wir waren ein bisschen enttäuscht, nur eine Halle, wir hatten uns mehr erwartet. Aber wir waren zusammen.

Und dann: Erics 23. Geburtstag.

Wir hatten monatelang geschwiegen, da wir ein besonderes Geschenk hatten, eine Decke, genäht aus seinen ehemaligen Eishockeytrikots. Ich hatte den Auftrag im August 2024 bei Susanne Wicke abgegeben. Die Decke lag schon im Dezember vor, aber wir haben bewusst entschieden: Das bekommt Eric zum Geburtstag, nicht zu Weihnachten. Es war so persönlich, so voller Erinnerungen an all die Jahre auf dem Eis.

Als er die Decke ausgepackt hat, sah ich in seinen Augen, dass er verstanden hat, was sie bedeutet. Jedes Trikot eine Geschichte. Jedes Spiel ein Moment.

Abends waren wir bei Mr Kao in Hamburg, ein koreanisches Buffet, einfach unfassbar lecker. Manchmal sind es diese Momente, ein gutes Essen, die Familie um einen herum, die einen tragen.

Im Februar haben wir auch unser Schlafzimmer renoviert. Der Teppich, fast 20 Jahre alt, musste endlich raus. Dafür kam ein schöner Korkfußboden rein. Veränderung im Kleinen, während draußen alles schwer war.

Am 23. Februar zeigten sich die ersten Schneeglöckchen. Ein kleines Zeichen: Es geht weiter. Auch wenn man es nicht glaubt.

Am 28. Februar war ich alleine in Hamburg unterwegs und habe mir bewusst Zeit für mich genommen. Ich war im Sugarfree essen, dem einzigen Keto- und Low-Carb-Restaurant in Hamburg. Ein Genussmoment, den ich mir gegönnt habe. Nur für mich. Ich ernähre mich seit Jahren ketogen und lasse mich von Foodpunk dabei unterstützen. Leider war in 2025 auch vom Kopf her bei mir wenig Raum für richtig gesunde Ernährung.

Und: Unser erstes Whiskey Tasting 2025 bei Pröhl in Buxtehude. Diese Tastings sind für mein Mann und mich mehr als nur ein Event, sie sind eine Auszeit, ein bewusstes Erleben, ein gemeinsames Ritual, das uns verbindet.


März 2025: Unbequem sein, rausgeworfen werden und trotzdem weitermachen

Der März war brutal.

Business: Weniger Aufträge. Viel Zeit für meinen Vater. Ich war täglich bei ihm.

Aber es gab auch Lichtblicke:

Anfang des Jahres hatte ich mit einer Klientin zusammengearbeitet, die mich in einen ganz neuen Bereich geführt hat. Etwas, das ich vorher so noch nicht gemacht hatte. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Diese Momente, in denen ich merke: Ich lerne dazu. Ich wachse. Ich darf mit wunderbaren Menschen arbeiten. Das trägt mich durch schwere Zeiten.

Und dann bekam ich ein Feedback, das mich zutiefst berührte: Eine Frau schrieb mir, sie habe sich leider anfangs keinen Coach geholt und sei neun Monate im Dunkeln getappt, ohne Plan, ohne Kunden. Rückblickend hätte sie sich mit dem richtigen Support einiges an Zeit und Nerven gespart.

Das sind genau die Frauen, die ich abholen will. Das ist mein Thema. Nicht nur für 2025, auch für 2026.

Ich habe im März versucht, den Gründer Flurfunk zu starten, einen Business-Kanal auf Telegram. Leider hatte ich nur einen einzigen Teilnehmer. Ich habe den Kanal im Sommer wieder geschlossen. Nicht alles funktioniert. Und das ist okay.

Am 9. März haben wir wieder Pizza im Merklinger gebacken. Karstens Holzbackofen ist unser kulinarisches Heiligtum, und jedes Mal, wenn wir dort gemeinsam kochen, fühlt es sich ein bisschen nach Urlaub an.

Und dann kam Mitte März der Tag, an dem mich die Pflegeeinrichtung in Harsefeld regelrecht rausgeworfen hat.

Ich war unbequem geworden. Weil ich nicht akzeptieren wollte, dass mein Vater dort nicht die Pflege bekam, die er brauchte. Weil ich nicht bereit war, still zu sein, wenn ich sah, wie man ihn behandelte. Weil ich nicht bereit war, Abläufe zu akzeptieren, die man nicht zum Positiven verändern wollte.

Ich war wütend. Diese absolute, kochende Wut darauf, dass man nicht bereit ist, etwas für die Menschen zu tun. Viel Geld wird kassiert, und gleichzeitig diese Sturheit, diese Kälte, diese Uneinsichtigkeit, dass man Fehler macht.

Ich fühlte mich vor allem alleine. Ich alleine gegen eine Institution. Häufig denkt man: Bin ich zu blöd? Zu anstrengend? Zu fordernd? Was stimmt mit mir nicht? Eigentlich sollte die Frage sein: Was stimmt nicht am System?

Aber ab Juni nachdem ich eine vernichtende Rezension geschrieben habe, bekam ich Bestätigungen von anderen Angehörigen. Sie erzählten mir, dass auch ihre Eltern dort vernachlässigt worden waren. Dass auch sie erlebt hatten, wie ihre Liebsten dort nicht gepflegt, sondern nur verwahrt wurden. Dass ihre Eltern dort krank geworden sind.

Das gab mir zumindest zurück: Nein, du warst nicht die Geisterfahrerin. Du warst absolut im Recht.

Leider weiß ich das sich die Situation für andere trotzdem nicht geändert hat. Alleine schafft man das kaum. Der Kampf hat mir sehr viel Kraft gekostet, und doch denke ich manchmal: Hätte ich mehr tun können?

Aber ich war alleine gegen eine Institution und die die das ganze unterstützen Auch die, die die Nächstenliebe in der Kirche predigen und dort ganz aktiv sind, tun es selber nicht. Ich erwähne hier keine Namen, da sie keine Bühne bei mir bekommen sollen.

Vielleicht hilft dieser Blog, darauf aufmerksam zu machen. Ich wäre bereit, für andere auszusagen. Ich habe alles dokumentiert. Täglich Tagebuch geführt. Bilder gemacht. Kann ich nur jedem empfehlen: Dokumentiert alles.

Zum Glück war ich aber für meinen Vater, zu dem Zeitpunkt proaktiv. Wir hatten eine Alternative. Innerhalb einer Woche konnten wir meinen Vater in seiner neuen Unterkunft unterbringen. Es ging gut aus, aber es hätte auch anders laufen können. Es war aber auch hier rückblickend zu spät.

Im März habe ich auch das Zertifikat für Lexware Office erworben. Ein Tool, mit dem ich meine Klientinnen begleiten kann. Auch in schweren Zeiten: Weitermachen. Weiterbilden. Nicht stehen bleiben.

Am 22. März war ich beim YourWay Event in Bremen. Ein Frauen-Netzwerk-Event. Klingt toll, oder?

Aber ehrlich? Es war schwer, ins Gespräch zu kommen. Viele kennen sich untereinander. Und als Außenseiterin ist man genau das: Außenseiterin. Ich habe mich gefühlt wie jemand, der an der Tür steht und nicht reingelassen wird. Ich war bereits 2024 da, aber 2026 werde ich wohl nicht hingehen.

Und am 23. März endete die Eishockey-Saison für Eric. Er hat mit seiner 1b-Mannschaft den Meistertitel errungen. Ich bin die ewige Hockey Mom, und ich glaube, solange er Hockey spielt, werde ich mich auch so nennen. Mit Stolz.

Am 29. März standen wir das erste Mal wieder gemeinsam auf dem Golfplatz in Deinste. Frische Luft. Weite. Ein Neuanfang.

Am 30. März haben wir unsere eigenen Raviolis gemacht. Wieder so ein Moment, der zeigt: Auch im Chaos gibt es Genuss.


April 2025: Networking, Vorbilder und Gin

Am 1. April war ich beim Unternehmerfrühstück in Harsefeld. Das Thema: „Meine Mitarbeitenden, mein Potenzial.“ Jetzt im Rückblick ein spannendes Thema, da ich als Online-Dozentin genau dieses Thema unterrichte: Mitarbeiterentwicklung. Leider stelle ich fest, dass viele Unternehmen das nicht beherzigen.

Am 2. April bin ich nach Wolfsburg gefahren. Es war ein wehmütiger Moment. Meine Eltern haben bis Mai 2024 dort gewohnt. Ich bin dorthin gefahren, aber nicht, um sie zu besuchen.

Das Women Networking Event in Wolfsburg war intensiv. Ich habe mehrere Vorträge gehört, durfte mich mit Greta Silver ablichten lassen, und allein das war schon ein Moment. Greta Silver zeigt: Wir sind nie zu alt. Viele meinen das immer. Aber mit ihr habe ich ein Vorbild. Ich höre nicht auf. Ich fange an. Ich darf hinfallen, aber auch wieder aufstehen und weitermachen. Vielleicht anders oder etwas Neues probieren. Ich stelle häufig fest, dass ich für mein Alter experimentierfreudiger bin als manche Frau, die 10 bis 20 Jahre jünger ist. Eben Generation Xer.

Ich habe auch wieder mit Brigitte Huber gesprochen, der ehemaligen Chefredakteurin der Zeitschrift Brigitte. Sie kämpft für Gleichberechtigung. Female Empowerment. Etwas, was für mich auch sehr wichtig ist. Ein Event, das wirklich etwas in sich hat für uns Frauen. Dieses Event werde ich definitiv 2026 wieder besuchen. Vielleicht sieht Frau sich? Ich würde mich freuen. Schreib mich gerne an.

Dann waren wir wieder bei Pröhl, diesmal zu einem Gin Tasting. Mit unseren Freunden. Gin ist anders als Whiskey, leichter und frischer. Und genau das brauchte ich in diesem Monat. Mehr Leichtigkeit, mehr Sommer Feeling.

Susanne Wicke, die Erics Quilt-Decke genäht hat, hat damit auch auf Social Media geworben. Das fand ich so schön. Die Decke ist ein Prachtstück, und Susanne kann stolz auf diese Leistung sein.

Am 30. April waren wir mit Freunden und Bekannten zum Tanz in den Mai in der Eissporthalle Harsefeld. Wir haben schon bessere Abende erlebt, aber wir waren unterwegs, und ganz ehrlich, jede Ablenkung von meinem Alltag war mir recht.


Mai 2025: Der Anruf, der alles verändert hat

Der Mai 2025 ist der Monat, der mich am tiefsten geprägt hat.

Am 1. Mai feierte mein Vater seinen 92. Geburtstag. Eigentlich hatten wir den Tag uns anders vorgestellt, aber ich bekam gleich morgens einen Anruf, dass mein Vater auf dem Weg in die Notaufnahme in Stade sei. Ich bin sofort losgefahren und habe den Vormittag mit ihm genau dort verbracht. Es ging ihm schlecht. Und ich wusste an diesem Tag: Es wird sein letzter Geburtstag sein. Am Nachmittag wurde er wieder zurück in die Pflegeeinrichtung transportiert.

Am 6. Mai, es wäre der 65. Hochzeitstag meiner Eltern gewesen, bekam ich morgens um halb neun den Anruf: Mein Vater ist eingeschlafen.

Ich hatte damit gerechnet. Und doch traf es mich.

Vielleicht klingt es für manche kalt, aber ich spürte Erleichterung.

Mein erster Gedanke war: Sie sind wieder zusammen. Wie passend. Sie können zusammen feiern.

Aber dann kamen die anderen Gedanken. Die schweren. Was hätte ich besser machen können? Wie viel früher hätte ich mich kümmern müssen? Natürlich weiß ich, dass ich rückwirkend nichts ändern kann. Aber diese Gedanken, sie begleiten mich bis heute.

Auch jetzt, Monate später, sitze ich hier und schreibe diese Zeilen, und die Tränen kommen immer noch. Nicht aus Trauer allein. Sondern aus diesem Gemisch von Erleichterung und Schuld, von Abschied und Vorwürfe an mich selbst.

Ein paar Tage später sind Karsten und ich durch die Nekropole Daudieck  spaziert. Überall Grabstätten. Überall Erinnerungen daran, dass unsere Zeit hier auf der Erde begrenzt ist. Und eigentlich sollten wir das Beste daraus machen. Sollten.

Mitte Mai waren wir das erste Mal mittwochs wieder um sechs Uhr auf dem Golfplatz. Ich hatte die Hoffnung, dass wir es dieses Jahr ein bisschen häufiger schaffen. (Spoiler: Haben wir nicht. Aber die Hoffnung war da.) Ich liebe diese Zeit. Manch einer schüttelt mit dem Kopf… so früh. Aber diese Ruhe und die Natur. Das gibt es nicht während des Tages oder am Wochenende.

Am 17. Mai ist Eric mit Freunden zur Eishockey-Weltmeisterschaft nach Dänemark gefahren. Wir haben ihn tatsächlich im Fernsehen entdeckt, und das hat uns so ein warmes Gefühl gegeben. Unser Kind. Draußen in der Welt. Stark. Selbstständig. Bei dem, was ihm seit über 17 Jahren Freude bereitet. Schon cool.

An einem Morgen als Karsten und ich wieder morgens früh beim Golf spielen waren, haben wir eine Rehfamilie gesehen. Ich danke dem Himmel für diese Naturaugenblicke. Sie erinnern mich daran, dass Leben weitergeht. Dass da draußen noch Schönheit ist.

Ende Mai war ich dann wieder im Ruhewald. Dort hat man jetzt meinem Vater auch seine Plakette am Baum angebracht. Ein stiller Moment. Ein Ort ohne Prunk. Einfach nur ein Baum, unter dem er ruht. Bei meiner Mutter.

Am 27. Mai bin ich zum Unternehmerinnennetzwerk in Stade gegangen. Es war so wichtig für mich, wieder mit Gleichgesinnten zu sprechen. Menschen, die verstehen, was es heißt, selbstständig zu sein und trotzdem weiterzumachen, wenn das Leben schwer wird.

Am 29. Mai, Himmelfahrt, in Deutschland auch Vatertag genannt, habe ich beim Vatertag-Golfspiel mitgemacht. Und ich bin als Frau mit einem Preis nach Hause gegangen: eine 3-Liter-Flasche Flensburger auf Loch 5. Nearest to the Pin. Es war ein kleiner, absurder, wunderbarer Moment. Ich musste lachen. Und das tat so gut. Mein Ziel ist es, irgendwann ein Hole in One auf Loch 5 zu erreichen. Aber ob das 2026 passiert, wage ich zu bezweifeln. Auf alle Fälle ist ein Ziel, mein Handicap in die 30er-Zone zu bewegen.


Juni 2025: KI, Sting und eine Woche für die Seele

Am 1. Juni habe ich wieder mit KI gespielt, so ein wenig wie „breaking through the glass ceiling“, nur dass ich gefühlt aus dem Handy rausstolziert bin. Mein Business lief super schlecht. Aber ich wollte mich nicht unterkriegen lassen.

Und genau das ist Teil von #REALFEMALEEMPOWERMENT: Sich weiterbilden. KI nutzen. Nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern nach vorne schauen. Und das Wissen weitergeben, ehrlich und ohne leere Versprechungen.

Am 4. Juni habe ich morgens früh wieder ein Reh gesehen. Diese Momente, sie tragen mich durch die schweren Tage.

Am 6. Juni war ich in der Zeitschrift Coach im Profil.

Am 8. Juni waren Karsten und ich in Hannover beim Plaza Festival. Auch etwas, was wir seit Jahren machen. Letztes Jahr hatte ich dabei ein wenig ein schlechtes Gewissen, da wir meine Eltern gerade zu uns in den Norden geholt hatten, meine Mutter in ein Hospiz und mein Vater in die verfluchte, scheiß Einrichtung. Damals konnte ich nicht ahnen, dass so etwas Neues so schlecht sein würde. Aber letztes Jahr haben wir das damit verbunden, die Wohnung in Wolfsburg aufzulösen. Jedenfalls haben wir dieses Jahr meine ganz alte Freundin und ehemalige Kollegin Sabine getroffen, und allein das war schon wunderbar. Hauptact war Sting.

Karsten und ich haben vor Jahren mal von seinen Brüdern ein Sting-Konzert in Hannover geschenkt bekommen. Das war die Zeit am Anfang unserer Ehe, wo wir noch nicht Eltern waren. Wo alles noch gefühlt leicht war. Und jetzt standen wir da, Jahre später, älter, mit einigen Schicksalsschlägen, aber immer noch zusammen. Und die Musik war dieselbe.

Im Anschluss waren wir in der Hotel-Bar und haben uns einen Whiskey Sour gegönnt. Letztes Jahr war die Bar schon geschlossen gewesen. Wir hatten uns beschwert, weil die Aussage war: „Es war ja keiner da.“ Wo wir gesagt haben: Ja, aber 50 Meter weiter waren ja alle Menschen auf dem Konzert, ist ja klar, dass niemand in einem Hotel abhängt. Und dieses Jahr? War die Bar proppenvoll nach dem Konzert. Manchmal passiert dann doch etwas Positives, wenn man etwas sagt.

Wir haben das erste Mal in Karstens Merklinger eine Putenbrust geräuchert. Die ist megatoll geworden, aber das haben wir leider nur einmal gemacht. Müssten wir vielleicht mal häufiger machen.

Am 11. Juni, morgens beim Golfspielen, haben wir gesehen, wie ein Rehkitz am Rande des Feldes lag und ganz geduldig auf seine Mama wartete. So viel Vertrauen. So viel Ruhe. Wie gesagt, das ist einer der Gründe, weshalb ich freiwillig so früh aufstehe.

Und dann, am 21. Juni, ein Tag vor dem, was der Geburtstag meiner Mutter gewesen wäre, sind Karsten und ich für eine Woche nach Irland geflogen.


Irland: Weite, Klarheit und Molly’s Cottage

Abflug Hamburg nach Dublin. Auto gemietet, Richtung Waterville unterwegs. Erster Stopp war in Adare, wo 2027 der Ryder Cup stattfinden wird. Dort haben wir ganz lecker Fish & Chips gegessen, und für einen Moment war alles leicht.

Angekommen in Waterville bei Susan B. Dort haben wir schon einmal eine Woche verbracht, und wir freuten uns riesig, wieder dort zu sein. Das Zimmer ist wunderschön, und endlich konnte ich wieder einmal richtig durchatmen.

Am 22. Juni haben wir die Destille Skellig’s Six18 besichtigt. Vorher haben wir Skellig’s Chocolate  besucht, wo wir natürlich mit jeder Menge Schokolade rausgegangen sind. Bei Skellig’s Six18 haben wir nicht nur Whisky, sondern auch Gin probieren dürfen. Im Anschluss waren wir im The Lobster  essen und natürlich Guinness trinken.

Am 23. Juni haben wir eine Tour ins Black Valley gemacht. Schon die Fahrt dahin ist, wie fast alles in Irland, atemberaubend schön, und manchmal stellt sich die Frage: Darf ich hier überhaupt mit dem Auto lang? Ja, darf man. Wir sind bis zu einem Punkt gefahren, wo wir unser Auto abstellen konnten, und sind dann fast 14 Kilometer gewandert. Insgesamt. Aber das Ziel war: Molly’s Cottage. Das berühmteste, meistfotografierte Haus Irlands.

Es war… bewegend.

Luft zum Atmen. Das Gefühl von Weite. Wasser, das klar und kühl vor sich hin fließt. Ein klarer Blick ohne Ablenkung, ohne Lärm. Wasserfall. Blauer Himmel. Irland hat es an diesem Tag besonders gut mit uns gemeint.

Und dann dieses Cottage. Molly’s Cottage.

Es zeigt, dass alles vergänglich ist. Hier haben Menschen gelebt, geliebt, gearbeitet, gehofft. Und nun stehen gerade mal die Außenmauern. Die Steine erzählen noch Geschichten, aber die Menschen sind längst fort.

Diesen Ort kann man fast nur zu Fuß erreichen. Keine Busse. Kein Massentourismus. Nur die Stille. Und die Erkenntnis: Auch wir sind vergänglich. Auch wir hinterlassen irgendwann nur Spuren.

Wir haben in dieser Woche noch weitere Teile des Kerry Ways bewandert. Wir haben, wie so viele auch, einen Sticker auf einen Pfosten geklebt. Eine kleine Markierung: Wir waren hier. Wir haben gelebt.

Wir haben Guinness 0.0 probiert und fanden es total lecker. Manchmal braucht man den Rausch nicht, manchmal reicht der Geschmack, die Erinnerung, das Ritual.

Irland war eine Woche für die Seele. Eine Auszeit. Ein Durchatmen. Ein Moment, in dem ich gespürt habe: Es geht weiter.


Juli 2025: Hochzeitstag, Ed Sheeran und eine bittere Erkenntnis

Am 4. Juli hatten Karsten und ich unseren 28. Hochzeitstag. 28 Jahre. Fast drei Jahrzehnte. Das ist lang. Das ist viel. Das ist ein Geschenk.

Einen Tag später, am 5. Juli, waren wir beim Ed Sheeran-Konzert im Volksparkstadion. Ed Sheeran live, das war einfach großartig. Musik, die einen trägt. Musik, die einen erinnert. Wir waren im September 2022 auf einem Konzert in Frankfurt. Ehrlich, auch ein zweites Mal ist unvergleichlich, und ich muss an John Miles denken: Music was my first love…..

Dann haben wir im Juli noch Harry Potter und das verwunschene Kind gesehen. Das war ein Geburtstagsgeschenk, das ich 2024 bekommen hatte und das wir endlich eingelöst haben. Ein Familienerlebnis, das uns alle drei zusammengebracht hat. Eric, Karsten und ich. Gemeinsam im Theater. Gemeinsam in einer anderen Welt.

Ende Juli bekam ich eine Erwähnung von einer ehemaligen Klientin auf Instagram und LinkedIn. Sie hatte einen Tipp von mir genutzt, wie man kostenlos zu einer Webpage-Erstellung kommen kann. Sie hat darüber berichtet und bekam prompt blöde Bemerkungen von einer Webdesignerin, dass so etwas ja unmöglich sei. Umsonst wäre geschäftsschädigend. Viele vergessen, dass nicht jeder mehrere tausend Euro auf der hohen Kante hat und dass man durchaus ein Business low-budget beginnen kann. Hast du vielleicht auch Interesse an dieser Info? Na, dann kontaktiere mich.

Aber hier begann eine Erkenntnis, die sich bis Dezember immer klarer kristallisiert hat: Es gibt viele Frauen, viele Coaches, die damit propagieren: „Frauen helfen Frauen.“ Aber wenn es wirklich drauf ankommt, tun sie es nicht.

Das ist NICHT #REALFEMALEEMPOWERMENT. Das ist Lippenbekenntnis.

Und das ist etwas, wo ich jetzt im Dezember mir noch mal klar geworden bin: So bin ich definitiv nicht. Wenn ich sage, ich unterstütze, dann unterstütze ich voll und ganz. Man muss mich nur fragen. Gedanken lesen kann ich nicht. Ich arbeite dran 😊, aber manchmal lässt auch mich meine Intuition im Stich.

Ich bin mir auch in einer anderen Sache klarer geworden: Ich bin manchmal zu nett. Ich will nicht NICHT nett sein, aber ich will mich nicht mehr ausnutzen lassen. Denn das ist die Kehrseite der Medaille. Schade eigentlich, aber auch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Zuerst ich, und dann schaue ich mal, ob ich mich um jemanden anderen kümmere.

Was sich noch im Juli geändert hat: Ich habe eine Teilzeitstelle als Online-Dozentin angenommen. Etwas, um mein Gehirn, meine Gedanken zu beruhigen. Krankenkasse ist bezahlt, laufende Kosten sind gedeckt. Ich habe mit viel Freude begonnen…..


August 2025: Hypnose Master

Im August habe ich mein Hypnose Master Zertifikat abgeschlossen. Meine Ausbildung ist beendet. Ich darf mich jetzt als Hypnosemaster bezeichnen.

 

Ein Meilenstein. Ein Abschluss, auf den ich stolz bin. Etwas, das mir gehört. Etwas, das mir keiner nehmen kann. Aber kein Abschluss, was Lernen angeht. 2026 ist KI ein Thema, wo ich mich vertiefen werde. Und dieses Wissen gebe ich auch weiter. Ehrlich. Transparent. Ohne leere Versprechungen.

Und im August habe ich noch etwas gefeiert: Die Vollendung meiner „Starke Frauen“-Reihe.

Im August 2024 habe ich ein Projekt gestartet: Jeden Freitag eine Frau vorstellen. Ihr eine Plattform bieten. Von ihr erzählen. Was sie tut. Wofür sie steht.

Mein Ziel war: Ein Jahr lang. 52 Frauen. 52 Wochen.

Und ich habe es geschafft.

52 Frauen. Ein ganzes Jahr. Jede Woche. Ich habe das auf Instagram, Facebook und LinkedIn geteilt. Im August habe ich ein Video gemacht, ein Abschluss, ein Dankeschön an alle Frauen, die mitgemacht haben.

Das war ein Projekt, das mir am Herzen lag. Und ich habe es durchgezogen.

Das zeigt: Wenn ich etwas sage, dann meine ich es auch. #REALFEMALEEMPOWERMENT bedeutet für mich: TUN, nicht nur reden.


September 2025: Mallorca – schön, aber nicht das, was ich brauchte

Im September waren wir zwei Wochen auf Mallorca. Auch meine Schwiegereltern waren dabei. Wir waren in einem Hotel untergebracht, und es war ein Golfurlaub, der auch viele schöne Momente hatte.

Aber ehrlich? Die zweite Woche war nicht erholsam. Wir sind zwar Familienmenschen, aber die zweite Woche war definitiv zu laut und zu stressig. Viele Eltern. Und die Kinder sind einfach permanent im Restaurant rumgelaufen. Geschrien. Gerannt. Essen auf dem Boden. Für uns ein Slalomlauf und leeres Buffet. Irgendwann saß ich da und dachte: Vielleicht, wenn ich mal selber Großmutter bin, kann ich so einen Urlaub genießen. Aber für mein eigenes Wohlbefinden? Ich hätte definitiv mehr Ruhe gebraucht.

Manchmal weiß man erst hinterher, was man wirklich braucht. Und ich habe in Mallorca gelernt: Ich brauche Stille. Ich brauche Raum. Ich brauche Orte, an denen ich nicht funktionieren muss.


Oktober 2025: Erics Auszug kündigt sich an, Simply Red, Veröffentlichungen – und ein Buch

Im Oktober habe ich das erste Mal Erics neue Wohnung gesehen. Er hatte sie an dem Wochenende besichtigt, an dem ich mein Hypnose Master Wochenende hatte. Aber auch hier war Vitamin B hilfreich. Nur durch ein Gespräch mit einer Freundin haben wir von dieser Wohnung erfahren. Schnell reagiert, und auf einmal war der Traum von der eigenen Wohnung zur Realität geworden.

Es war aufregend. Und wehmütig. Etwas Neues stand bevor: Unser Kind zieht aus.

Er zieht zwar nicht weit weg, aber er steht demnächst auf eigenen Füßen. Wieder ein Abschied. Wieder ein Kapitel, das sich schließt.

Am 17. Oktober waren wir auf dem Simply Red-Konzert, 40th Anniversary Tour.

40 Jahre.

Ich saß da im Konzert und dachte: Wo sind die Jahre geblieben? Ich bin seit 40 Jahren Fan dieser Band. Das ist unfassbar. Das ist in dem Moment gefühlt ein ganzes Leben.

Und dann kam ein Tag im Oktober, der besonders schön war:

Ich war am Gymnasium in Buxtehude. Ein Herzensprojekt, das ich seit Jahren ehrenamtlich mache. Einmal im Jahr, im Herbst, bietet das Gymnasium der Oberstufe ein Programm für Mindset, Psyche und Wohlbefinden an. Seit der Coronazeit ist das noch wichtiger geworden.

Ich durfte dort 90 Minuten lang EFT (Emotional Freedom Techniques) im Zusammenhang mit Prüfungsangst vorstellen.

Junge Menschen zu fördern. Ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben. Ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind mit ihrer Angst. Das ist etwas, das mir unglaublich am Herzen liegt.

Letztes Jahr waren es 2×90 Minuten. Dieses Jahr nur einmal, da ich rechtzeitig für meine Dozentin Tätigkeit online sein musste. Aber egal. Ich bin jedes Mal dankbar, dass ich dabei sein darf. Es ist ehrenamtlich. und es ist mir wichtig.

Und mein Wunsch für 2026 ist: Dass mein Business so läuft, dass ich genau solche Projekte mittragen kann. Dass ich mehr Zeit habe, junge Menschen zu fördern und zu fordern.

Und an genau diesem Tag kam Post:

„Frau Fit, Fähig 50+“

Ein Buch. Mit meinem Beitrag darin.

Ich habe das Paket geöffnet und musste lächeln. Ein Buch über Frauen über 50, die auf dem Arbeitsmarkt übersehen werden. Die mit Absagen kämpfen. Die oft das Gefühl haben, nicht mehr gesehen zu werden.

Und ich bin Teil dieses Buches.

Das war ein schöner Moment. Ein Zeichen: Du bist sichtbar. Deine Arbeit wird gesehen. Du bist Teil von etwas Größerem.

Im Oktober hatte ich auch mehrere Veröffentlichungen in Online-Magazinen:

Sichtbarkeit. Reichweite. Menschen, die meine Arbeit wahrnehmen.

Und im Oktober durfte ich mit einer wunderbaren Klientin arbeiten. Ihr Thema war etwas ganz Besonderes. Etwas, das mich wieder daran erinnert hat, warum ich diesen Job liebe. Jede Klientin bringt eine neue Welt mit. Jede Geschichte ist anders. Und genau das macht meine Arbeit so reich.

Diese Momente tragen mich. Sie zeigen mir: Mein Business läuft vielleicht nicht so, wie ich es mir erhofft hatte. Die Veröffentlichungen waren da, aber die Masse an Kunden kam nicht.

Aber die Klientinnen, mit denen ich arbeite, sind genau richtig. Und das zählt.

Und an diesem Tag im Oktober, mit dem Buch in der Hand und den jungen Menschen im Herzen, dachte ich: Es geht weiter. Auch wenn der Weg gerade schwer ist.


November 2025: Der Tag, an dem Eric auszog

Am 1. November ist Eric ausgezogen.

Es war ein besonderer Tag. Ein Tag voller gemischter Gefühle.

Ich war stolz. So unglaublich stolz auf ihn. Auf den Mann, der er geworden ist. Auf seine Selbstständigkeit, seine Klarheit, seine Stärke.

Und gleichzeitig hätte ich weinen können. Aber ich habe es unterdrückt. Weil ich keine Belastung sein wollte. Weil ich Eric kein falsches Gefühl geben wollte. Er sollte gehen können, frei, ohne Schuldgefühle, ohne das Gefühl, mich zurückzulassen. Ich hätte in diesem Moment so viele Fragen an meine Eltern gehabt: Wie war es für euch? Wie fühlt es sich an, auf einmal wieder nur zu zweit zu sein?

In kürzester Zeit haben wir sein ehemaliges Kinderzimmer komplett modernisiert: Wände gestrichen, neuen Korkfußboden reingebracht, neu eingerichtet.

Seit Mitte November ist sein Zimmer mein Büro. Ganz für mich.

Ein symbolischer Neuanfang. Ein Kapitel schließt sich, ein neues beginnt.

Es ist noch nicht ganz meins. Es ist noch Erics Zimmer, mit meinem Schreibtisch drin. Aber es wird. Und dieser Raum, dieser Arbeitsplatz, dieses eigene Büro, das ist etwas, worauf ich unglaublich stolz bin.

Am 29. November haben wir wieder mit Freunden unser jährliches Thanksgiving-Essen gefeiert. Das ist etwas, was ich schon seit über 30 Jahren praktiziere, ich richte das Ganze aus. Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch. Ein Ritual, das bleibt. Ein Anker.


Dezember 2025: Einer der härtesten Monate und die Erkenntnis, die bleibt

Dezember war einer der härtesten Monate dieses Jahres.

Das Bewusstsein saß schwer auf mir: Meine Mutter ist seit über anderthalb Jahren tot. Mein Vater seit über einem halben Jahr.

Die Zeit war schwerer als sonst. Heiligabend kam Eric am Nachmittag, blieb zum Abendessen und Bescherung und fuhr dann wieder zu seinem neuen Zuhause. Das Haus fühlt sich schon anders an. Etwas leerer. Etwas stiller.

Und ich merke: Das Thema Mental Load ist auch bei mir präsent. Viele verbinden das mit Frauen mit jungen Kindern. Aber Mental Load Ü50, davon spricht niemand. Niemand redet darüber, dass auch wir erschöpft sind. Dass auch wir an Grenzen kommen. Dass auch wir das Gefühl haben, immer für andere da sein zu müssen und nie für uns selbst.

Am 3. Dezember waren wir beim Adventskonzert im Hamburger Michel. Wunderschön. Bewegend. Und gleichzeitig so schwer, weil die Musik an Orte in mir rührt, die ich nicht immer betreten will.

Am 5. Dezember bei der Night of the Proms. Große Emotionen. Große Musik. Und ich saß da und dachte: Ich will einfach nur noch durchatmen.

Am 6. Dezember beim Nikolaus Whiskey Tasting bei Pröhl, unser Abschluss für dieses Jahr.

Am 13. Dezember waren wir bei Reis against the Spülmaschine in Buxtehude. Herr Blendermann war Erics Klassenlehrer in der Oberstufe. Ein Jahresabschluss mit viel Humor und die Sicht das es auch leicht und witzig sein darf.

Und im Dezember habe ich für mich nochmal ganz klar definiert: Was bedeutet #REALFEMALEEMPOWERMENT für mich?

Es bedeutet: Ehrlich sein. Authentisch unterstützen. Wissen weitergeben, ohne leere Versprechungen. Sich weiterbilden, gerade im Bereich KI, und dieses Wissen transparent teilen.

Und es bedeutet auch: Bewusst entscheiden, mit wem ich 2026 arbeiten will.

Mit Menschen, die es ernst meinen. Die nicht nur reden, sondern auch tun. Die genauso authentisch sind, wie ich es bin.


„Frauen helfen Frauen“ – eine Enttäuschung, die sitzt

Es gibt eine Bekannte. Wir haben die gleiche Ausbildung zum Coach gemacht. Ich dachte, wir stehen uns näher. Scheinbar nicht. Sie hat ihre Webseite aufgestellt. Ist in die Nebenselbstständigkeit gestartet. Und ich habe gesehen, dass die Impressumspflicht nicht korrekt berücksichtigt worden ist. Das sind für manche vielleicht Kleinigkeiten. Für mich nicht. Und was mich unglaublich enttäuscht und wütend macht: Sie hat mich zu keinem Zeitpunkt kontaktiert.

Sie hätte mir sagen können: „Ich starte jetzt. Ich habe meine Homepage fertig. Was meinst du, gibt es etwas, woran ich unbedingt denken sollte?“  Ich hätte ihr nichts dafür berechnet. Ich hätte ihr gerne geholfen. Weil ich das so meine: Wenn ich sage, ich unterstütze, dann tue ich es.

Das ist #REALFEMALEEMPOWERMENT: Nicht nur reden. Sondern auch tun. Ehrlich unterstützen. Ohne Hintergedanken. Ohne leere Versprechen.

Aber niemand fragt. Das ist ein Multiplex an Gefühlen. Enttäuschung. Wut. Traurigkeit. Und die Frage: Bin ich zu nett? Zu verfügbar? Zu selbstverständlich? Traut sie es mir nicht zu? Ich bin mega enttäuscht. Und ich weiß noch nicht, wie ich damit umgehen soll. Aber ich weiß: 2026 wird das anders.


Heute, am 31. Dezember, sitze ich hier und schreibe diesen Rückblick.

Ich habe mich ganz bewusst dafür entschieden, keine große Silvesterfeier. Mein Mann bringt Verständnis auf. Ich will nicht mit anderen feiern, sondern einfach in meinem Tempo den Abend verbringen.

Rückblickend: Ich möchte einfach das Jahr 2025 abhaken.

Ich bin fertig mit 2025.

Ich will endlich auch an mich und meine Bedürfnisse denken. Ich will nicht mehr nur geben. Ich will nicht mehr nur da sein. Ich will auch für mich da sein.


Was ich 2025 gelernt habe

2025 war ein Jahr, das mich in vieler Hinsicht geprüft hat: emotional, beruflich und finanziell. Es war kein leichtes Jahr. Aber es war ein ehrliches Jahr, eines, das mir ohne Beschönigung gezeigt hat, was nicht mehr funktioniert und was sich dringend verändern darf.

1. Ich bin viel stärker, als ich dachte.

Zwischen Pflege, Trauer, beruflicher Stagnation und persönlichen Rückschlägen habe ich trotzdem weitergemacht. Ich habe mich nicht aufgegeben, nicht ein einziges Mal.

2. Unsichtbarkeit tut weh, aber sie definiert mich nicht.

Ich war oft diejenige, die gibt, unterstützt, sichtbar macht, aber selbst nicht gesehen wurde. Ich habe gelernt, dass meine Sichtbarkeit nicht von anderen abhängt.

3. Ich darf Grenzen setzen und muss es auch.

Nicht jeder Mensch, jedes Netzwerk oder jede Struktur verdient meine Energie. Ich darf mich zurückziehen, wenn etwas nicht gut für mich ist.

4. Finanzielle Angst ist ein emotionaler Zustand, kein Persönlichkeitsmerkmal.

2025 hat mir gezeigt, wie sehr Geld mein Sicherheitssystem triggert. Ich habe verstanden: Finanzen brauchen Stabilität, nicht Kampf.

5. Ich habe ein riesiges mentales und emotionales Repertoire.

Meine Selbstreflexion, meine Intelligenz, meine Tiefe, meine Resilienz, all das ist meine Stärke. Ich muss nie wieder so tun, als wäre ich weniger.

6. Nichts in meinem Leben ist „umsonst“ gewesen.

Auch die schweren Zeiten, besonders die, haben mir meinen neuen Weg gezeigt.

7. #REALFEMALEEMPOWERMENT bedeutet: Ehrlich sein. Auch zu sich selbst.

Keine Fassade. Keine leeren Versprechungen. Keine oberflächliche „Frauen helfen Frauen“-Rhetorik. Sondern echte Unterstützung. Echte Weiterbildung. Echtes Wissen weitergeben.

Ich habe 2025 52 Frauen vorgestellt. Ich habe mich in KI weitergebildet. Ich habe meine Hypnose-Ausbildung abgeschlossen. Und ich habe gelernt, klarer zu definieren, wofür ich stehe.

Diese Klarheit macht mich stärker. Und sie zeigt mir, mit wem ich 2026 arbeiten will.


Was ich 2025 bewusst zurücklasse

1. Das Gefühl, unsichtbar zu sein.

Ich lasse die Räume, Menschen und Strukturen los, die mich klein halten.

2. Die Angst, nicht gut genug zu sein.

Ich bin wertvoll. Ich bin kompetent. Ich werde ernst genommen.

3. Finanzielle Sorgen als Dauerzustand.

Ich lasse das Gefühl zurück, immer kämpfen zu müssen. 2026 beginnt Stabilität.

4. Übermäßiges Geben ohne Rückfluss.

Ich darf unterstützen, aber nicht auf Kosten meiner eigenen Energie.

5. Die Schwere des vergangenen Jahres.

Trauer, Überforderung, Erschöpfung, ich ehre sie, aber ich trage sie nicht weiter.

6. Die Frage: „Was stimmt nicht mit mir?“

Ich bin richtig. Der Weg war falsch, nicht ich.

7. Unklare Erwartungen.

Ich lasse die Situationen zurück, in denen ich nicht klar kommuniziert habe, was ich brauche. 2026 bin ich direkter. Ehrlicher. Klarer.

Ich arbeite mit Menschen, die genauso authentisch sind wie ich. Die #REALFEMALEEMPOWERMENT nicht nur als Hashtag nutzen, sondern leben.


Meine Ausrichtung für 2026

1. STABILITÄT ist mein Fokuswort.

Emotionale Stabilität. Finanzielle Stabilität. Berufliche Stabilität. Innere Stabilität.

Alles beginnt damit.

2. Ich baue ein Business, das mich trägt, nicht auslaugt.

Mein Signature-Programm: Clarity & Calm – powered by the SHIFT Method → meine Basis für ein planbares, stetiges Einkommen.

3. Ich werde sichtbar, ruhig, authentisch, professionell.

Sichtbarkeit ohne Lärm. Sichtbarkeit durch Kompetenz.

4. Ich werde die Frau, die anderen Frauen ein Leuchtturm ist.

Weil ich weiß, wie Dunkelheit sich anfühlt und wie man hindurchgeht.

5. Ich erlaube mir Freude, Ruhe und Erfolg.

Ich darf schlafen. Ich darf Pausen machen. Ich darf mich gut fühlen. Ich darf Geld verdienen. Ich darf Erfolg haben.

6. Ich bilde mich in KI weiter und gebe dieses Wissen ehrlich weiter.

2026 wird das Jahr, in dem ich KI noch tiefer in mein Business integriere. Und dieses Wissen teile ich. Transparent. Ehrlich. Ohne Schnickschnack.

Das ist #REALFEMALEEMPOWERMENT.

So kannst du 2026 mit mir arbeiten

2026 wird für mich ein Jahr der Stabilität, Klarheit und ruhigen Stärke.
Ein Jahr, in dem ich mein Wissen, meine Erfahrung und meine Haltung noch bewusster weitergeben möchte – an Frauen, die wirklich bereit sind, sich selbst ernst zu nehmen.

Wenn du schon länger mit dem Gedanken spielst, dir Unterstützung zu holen, aber immer wieder zögerst…
wenn du dich oft fragst, ob du „es nicht alleine schaffen müsstest“…
wenn du irgendwo zwischen Mut, Erschöpfung und Ehrgeiz stehst…

Dann bist du genau die Frau, mit der ich 2026 arbeiten möchte.

Ich verspreche keinen Reichtum über Nacht. Keine glitzernden Erfolgsgarantien. Kein „Wenn ich es geschafft habe, kannst du es auch“-Marketing.

Was ich stattdessen verspreche:

Ehrlichkeit. Stabilität. Tiefe. Struktur.
Und echten Support.

Das, was ich 2025 selbst so schmerzlich vermisst habe.

Mein neues Signature-Programm
Clarity & Calm – powered by the SHIFT Method
begleitet Frauen, die sich nach innerer Ruhe, echter Klarheit und einer tragfähigen beruflichen Zukunft sehnen – sei es im eigenen Business oder auf einem beruflichen Weg, der sich endlich richtig anfühlen soll.

Es ist für Frauen, die sagen:

„Ich will wirklich.
Aber ich will es nicht mehr alleine versuchen.“

Wenn du das Gefühl hast, dass meine Arbeit dich 2026 unterstützen könnte – egal ob privat oder beruflich –, dann melde dich gern.
Manchmal beginnt Veränderung nicht mit einem Plan.
Sondern einfach mit einem Gespräch.



Kurz gesagt:

2025 hat mich geformt. 2026 wird mich tragen.

Es ist das Jahr, in dem ich stabil werde. Das Jahr, in dem mein Business durchstartet. Das Jahr, in dem ich mir selbst erlaube, erfolgreich zu sein, frei, sichtbar, unabhängig.

Ich bin bereit.

 

6 Kommentare

  1. Annette

    Liebe Brigitte, Dein Jahresrückblick hat mich sehr betroffen gemacht. Ich kann alles nachvollziehen, da einiges in meinem Leben ähnlich verlaufen ist.
    Vielleicht tut ein persönlicher Austausch gut und ist inspirierend zugleich. Ich würde mich sehr über ein gemeinsames Treffen freuen. Was meinst Du dazu?
    Für heute wünsche ich Dir – Komm gut ins Neue Jahr, mit viel Kraft und neuer Inspiration. Sei Du und Deine Familie herzlich gegrüsst, Annette

    Antworten
    • Brigitte Litzenberger

      Hallo Annette,

      sehr gerne und Danke!

      Antworten
  2. Sandra Schröder

    Liebe Brigitte, was für ein Jahr – mit besonders glücklichen, aber auch mit sehr traurigen Momenten. Toll, wie du das gemeistert hast. Für 2026 wünsche ich dir alles erdenklich Gute und viel Erfolg auf deinem beruflichen Weg. Ganz liebe Grüße, Sandra

    Antworten
    • Brigitte Litzenberger

      Liebe Sandra,
      Vielen Dank für Dein Feedback. Ich war am 01.01 erstmal etwas wehmütig, schaue aber doch positiver auf 2026.
      Ganz liebe Grüße
      Brigitte

      Antworten
  3. Marianne

    Danke für deinen ehrlichen, ungeschminkten Beitrag! Die Situation mit deinem Vater im Pflegeheim hat mich betroffen gemacht. Mein Vater ist 93 und wohnt bei uns im Haus. Noch ist er recht agil, aber ich frage mich manchmal, wie es wohl mit ihm weitergeht. Ich hoffe sehr, dass sein Leben einen guten Ausgang findet. Und nein, auch wenn wir uns irgendwie verantwortlich für unsere alten Eltern fühlen – wir können nur so viel leisten, wie wir Kraft und Möglichkeiten haben. Du hast alles gegeben, was du konntest. Ich glaube, mit den Eltern ist es ein wenig so wie mit den eigenen Kindern: Wir geben alles und machen doch Fehler – wir sind Menschen. Aber wir dürfen uns gegenseitig (und uns selber!) Vergebung zusprechen.

    Ich wünsche dir und mir, dass wir unsere Wünsche für 2026 verwirklichen können (auch ich habe mir mehr Ruhepausen vorgenommen)! Es tut gut, ein altes Jahr abschließen zu können und mit Hoffnung in die Zukunft zu treten. Das Leben geht weiter und nimmt uns mit. Und mit jedem Jahr wachsen wir.

    Alles Gute wünscht dir Marianne

    Antworten
    • Brigitte Litzenberger

      Liebe Marianne,
      vielen Dank für dein Kommentar. Ich weiß, wir machen Fehler…. das gebe ich meinen Teilnehmer/innen und Klientinnen auch immer mit. Leider sind wir uns selber nicht immer so fehlerfreudig. Ich wünsche Dir auch ein gutes 2026 und das es sich immer gut anfühlt.
      Ganz herzliche Grüße
      Brigitte

      Antworten

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